Störungsbilder und Therapiefelder

Hier finden Sie eine Über­sicht der in unse­rer Praxis behan­del­ten Störungs­bil­der. Wir erklä­ren Ihnen die wich­tigs­ten logo­pä­di­schen Thera­pie­fel­der. Klicken Sie hierzu auf das + rechts in der jewei­li­gen Zeile.

Störungsbilder bei Kindern

1. Sprachstörungen bei Kindern: SES, kindliche Dyspraxie

Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen können eine Viel­zahl von Ursa­chen haben (z. B. Fehl­bil­dun­gen der Sprech­or­gane, Hörstö­run­gen, neuro­lo­gi­sche Störun­gen, einge­schränkte Sprach­an­re­gun­gen, Mehr­spra­chig­keit, fami­liäre Sprach­schwä­che­ver­an­la­gung, etc.). Häufig wird eine zeit­li­che Verzö­ge­rung in allen vier Berei­chen (Sprach­ver­ständ­nis, Arti­ku­la­tion, Wort­schatz und Gram­ma­tik) diagnos­ti­ziert

2. Sprechstörungen bei Kindern: Dyslalie

Hier­bei kann es sich um eine reine Arti­ku­la­ti­ons­stö­rung handeln, bei der einzelne Laute oder Laut­ver­bin­dun­gen nicht gebil­det werden können, oder aber um eine phono­lo­gi­sche Sprach­ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung, bei der zwar die Einzel­laute gebil­det werden können, ihr Einsatz im Wort aber noch fehler­haft ist, da die bedeu­tungs­un­ter­schei­dende Funk­tion der Laute noch nicht bewusst ist.

3. Störungen der auditiven Verarbeitung und Wahrnehmung (AVWS)

Auch wenn ein Kind gut hören kann, bedeu­tet dies nicht unbe­dingt auch eine gute Wahr­neh­mung und Verar­bei­tung dieser Hörein­drü­cke. Manche Kinder haben Schwie­rig­kei­ten, sich Gehör­tes zu merken, sich in einer lauten Umge­bung zu konzen­trie­ren oder ein Wort in seine Laute zu zerle­gen. Mit compu­ter­un­ter­stütz­ten Verfah­ren werden bei uns diese zentral-audi­tiven Fähig­kei­ten geschult und verbes­sert.

4. Kindliche Stimmstörungen: Dysphonie

Bei den kind­li­chen Stimm­stö­run­gen können Stimm­klang, Laut­stärke oder Tonhöhe gestört sein. Durch den unphy­sio­lo­gi­schen Stimm­ge­brauch kann es zu orga­ni­schen Folge­er­kran­kun­gen kommen (Schrei­knöt­chen, usw.).

5. Störungen des Stimmklangs: Rhinophonie

Hier unter­schei­det man zwischen offe­nem und geschlos­se­nem Näseln. Die Ursa­chen sind oft orga­nisch (Lippen-Kiefer-Gaumen­spalte, etc.) oder neuro­lo­gisch (Gaumen­se­gel­schwä­che, etc.).

6. Störungen des Schluckmusters: Myofunktionelle Störung

Beim Schlu­cken stößt die Zunge gegen oder zwischen die Schnei­de­zähne. Dadurch kann es zu Zahn­fehl­stel­lun­gen, Arti­ku­la­ti­ons­stö­run­gen, etc. kommen.

7. Schluckstörungen: Dysphagie

Kind­li­che Schluck­stö­run­gen können eben­falls orga­nisch, neuro­lo­gisch oder psychisch bedingt sein. Meist handelt es sich um Säug­linge, die oral keine Nahrung aufneh­men können, da der Schluck­re­flex nicht auslös­bar ist, oder aber wegen einer Viel­zahl von Opera­tio­nen im Mund- und Hals­be­reich ein gesun­der Schluck­ab­lauf nicht gewähr­leis­tet ist. Neben einer Magen­sonde sind diese Kinder häufig auch mit einer Trache­al­ka­nüle versorgt. Ziel der Thera­pie in diesem Bereich ist eine normale Stimm­ge­bung zu erar­bei­ten und die orale Nahrungs­auf­nahme einzu­lei­ten.

8. Redeflussstörungen: Stottern / Poltern

Störun­gen des Rede­flus­ses können sich als Stot­tern oder Poltern zeigen. Beim Poltern ist die Verständ­lich­keit oft durch ein unre­gel­mä­ßi­ges, über­has­te­tes Spre­chen einge­schränkt. Häufig werden Laute und Silben wegge­las­sen oder inein­an­der gezo­gen.
Beim Stot­tern treten Laut- und Teil­wort­wie­der­ho­lun­gen, Dehnun­gen und Blockie­run­gen auf. Häufig stellt sich schon bald eine Begleit­sym­pto­ma­tik ein, die auf das Stot­tern eine aufrecht­erhal­tende Wirkung ausüben kann (s. Fall­bei­spiel Erwach­se­ner).
Eine logo­pä­di­sche Thera­pie sollte so früh wie möglich begin­nen, um einer Chro­ni­fi­zie­rung entge­gen zu wirken.
Wir arbei­ten hier nach dem symptom­ori­en­tier­ten Ansatz Mini­KIDS (2 – 6 Jahre) und Schul­KIDS (7 – 14 Jahre). KIDS steht dabei für “KInder Dürfen Stot­tern” und hat zum Ziel, bestehende Begleit­sym­ptome zu redu­zie­ren oder neue zu verhin­dern und durch Verän­de­rung der Kern­sym­ptome locker und weit­ge­hend anstren­gungs­frei spre­chen zu können.

9. Lese- und Recht-/Schreibschwäche: LRS / Legasthenie

Wenn Kinder lesen und schrei­ben lernen, ist die Schrift anfangs für sie wie ein unbe­kann­ter “Code” mit unbe­kann­ten Symbo­len. Diesen Code müssen sie erst lernen zu entzif­fern. Dies geschieht Schritt für Schritt in den ersten Schul­jah­ren. Legasthe­nie als Lese- und Recht­schreib­stö­rung erschwert diesen Lern­pro­zess: Der Code kann nicht in der übli­chen Art und Geschwin­dig­keit entzif­fert werden.

Ähnlich verhält es sich mit der Dyskal­ku­lie. Bereits im Kinder­gar­ten­al­ter entwi­ckelt sich ein Vorläu­fer­wis­sen über die Bedeu­tung von Zahlen und Mengen. Diese Kennt­nisse erwei­tern Kinder in den ersten Schul­jah­ren – sie erler­nen die Grund­re­chen­ar­ten und verin­ner­li­chen die Basis mathe­ma­ti­scher Logik. Dyskal­ku­lie erschwert diesen Lern­pro­zess erheb­lich: Den betrof­fe­nen Kindern fehlen das nötige Mengen­ver­ständ­nis und die Zähl­fer­tig­kei­ten, um die Grund­re­chen­ar­ten erler­nen zu können. Sie verste­hen Zahlen als reine Symbole, nicht als Mengen­an­ga­ben. Damit fehlt ihnen bereits das wesent­li­che Hand­werks­zeug, um Lern­schritte in der Mathe­ma­tik zu verin­ner­li­chen. Immer mehr Kinder entwi­ckeln Schwie­rig­kei­ten in diesen Berei­chen.

Weitere Infor­ma­tio­nen finden Sie beim Öster­rei­chi­schen Legasthe­nie­ver­band.

10. Sprachentwicklungsstörung: Late Talker

Welche Kinder bezeichnet man als Late-Talker?

Kinder, die das 2. Lebens­jahr voll­endet haben und:

  • weni­ger als 50 Wörter eigen­stän­dig spre­chen
    Zum frühen Wort­schatz werden auch Wörter wie „nein, hallo, auch…“ gezählt, ebenso Laut­ma­le­reien wie „wauwau, brum­brum…“, aber auch Namen; zuneh­mend umfasst der Wort­schatz aber auch Gegen­stands- , Tätig­keits- und Eigen­schafts­wör­ter.
  • noch keine Zwei­wort­sätze bilden
    Zu den frühen Zwei­wort­sät­zen oder Zwei­wort­kom­bi­na­tio­nen gehö­ren z.B. „Auto da, Papa weg, Mama auch, Milch trin­ken“; nicht dazu zählen fest gefügte Ausdrü­cke wie „noch mal“ oder Aussa­gen, die ein Anrede beinhal­ten „Mama! Komm!”

Neben wich­ti­gen Beob­ach­tun­gen aus dem Alltag ist zusätz­lich die Unter­su­chung durch eine Logo­pä­din erfor­der­lich. Unsere Aufgabe ist:

  • das Notie­ren Ihrer Beob­ach­tun­gen über die Spra­che, das Sprach­ver­ste­hen, das Spiel- und Kommu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten Ihres Kindes
  • die Durch­füh­rung von stan­dar­di­sier­ten und/oder bewähr­ten Test­ver­fah­ren
  • das Zusam­men­fas­sen und Einschät­zen der aktu­el­len Sprach­ent­wick­lung
  • im Gespräch mit Ihnen das weitere Vorge­hen abzu­spre­chen; dies kann in der Verein­ba­rung regel­mä­ßi­ger Kontroll­ter­mine oder aber auch in der Aufnahme logo­pä­di­scher Thera­pie bestehen.

Wir Thera­peu­tin­nen werden dies in Rück­spra­che mit dem Kinder­arzt entschei­den.

Störungsbilder bei Erwachsenen

1. Sprachstörungen bei Erwachsenen: Aphasie, Sprechapraxie

Durch einen Schlag­an­fall kann es zu Sprach­stö­run­gen kommen. Von einer Apha­sie spricht man, wenn Teile der Spra­che wie Sprach­ver­ständ­nis, Wort­fin­dung, Gram­ma­tik oder die Schrift- und Laut­spra­che betrof­fen sind. Sprach­stö­run­gen können aber auch bei ande­ren neuro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen wie z. B. der Parkin­son Erkran­kung, der Multi­plen Skle­rose oder nach chir­ur­gi­schen Eingrif­fen auftre­ten.
Die Sprecha­pra­xie ist eine Planungs­stö­rung der Arti­ku­la­ti­ons­be­we­gun­gen, bei der es dem Pati­en­ten nicht möglich ist, Laute und Wörter korrekt auszu­spre­chen.

2. Sprechstörungen bei Erwachsenen: Dysarthrie

Die Dysar­thrie ist eine neuro­lo­gi­sche Sprech­stö­rung, bei der die musku­läre Ausfüh­rung des Sprech­ab­lau­fes beein­träch­tigt ist. Die Stimme hört sich dann häufig verwa­schen bis unver­ständ­lich an.

3. Schluckstörungen bei Erwachsenen: Dysphagie

Schluck­stö­run­gen können orga­nisch oder neuro­lo­gisch bedingt sein. Leichte Schluck­stö­run­gen äußern sich zum Beispiel in einer verlän­ger­ten Nahrungs­auf­nahme (weil immer nur kleine Mengen geschluckt werden können), durch gele­gent­li­ches Husten beim Essen, durch Nahrungs­reste im Mund­raum (weil die Sensi­bi­li­tät gestört ist) oder durch eine Beein­träch­ti­gung der Zungen­be­weg­lich­keit, wodurch die Nahrung nicht voll­stän­dig auf der Zungen­schüs­sel zentriert werden kann. Schwere Schluck­stö­run­gen zeich­nen sich durch eine akute Aspi­ra­ti­ons­ge­fahr aus, d. h. die Nahrung gerät über die Luft­röhre in die Lunge und kann dort eine lebens­ge­fähr­li­che Lungen­ent­zün­dung hervor­ru­fen.

4. Stimmstörungen: Dysphonie

Es gibt zwei Arten von Stimm­stö­run­gen:
Funk­tio­nelle Stimm­stö­run­gen treten häufig bei Berufs­spre­chern wie Erzie­he­rIn­nen, Lehre­rIn­nen, Pfar­re­rIn­nen oder Poli­ti­ke­rIn­nen auf und sind auf einen unöko­no­mi­schen Einsatz von Atmung, Stimm­ge­bung und Arti­ku­la­tion zurück­zu­füh­ren.

Orga­ni­sche Stimm­stö­run­gen können in Folge von Opera­tio­nen zu Lähmun­gen der Stimm­lip­pen (Recur­ren­spa­re­sen) führen. zu Beein­träch­ti­gun­gen der Stimme bis hin zum komplet­ten Stimm­aus­fall. Auch patho­lo­gisch-anato­mi­sche Verän­de­run­gen im Bereich des Kehl­kop­fes führen zur Beein­träch­ti­gun­gen des Stimm­klan­ges.

5. Stimmverlust nach Kehlkopfentfernung (LE = Laryngektomie)

Kehl­kop­f­ent­fer­nun­gen sind oft die Folge von ausge­präg­ten Tumo­ren im Hals­be­reich. Neben einer Viel­zahl von Einschrän­kun­gen gehört auch der komplette Stimm­ver­lust zu den Folgen eines solchen Eingrif­fes. In der logo­pä­di­schen Thera­pie erler­nen die Pati­en­ten u. a. eine Ersatz­stimme, um wieder in Kommu­ni­ka­tion treten zu können.

6. Redeflussstörungen: Stottern / Poltern

Neben dem Poltern als einer Sprech­stö­rung mit hastig über­eil­tem und über­stürz­tem Sprech­ab­lauf hat sich häufig im Erwach­se­nen­al­ter eine seit Kinder­gar­ten­ta­gen bestehende Stot­ter­sym­pto­ma­tik chro­ni­fi­ziert. Meist ist sie zu einer ausge­präg­ten Kommu­ni­ka­ti­ons­stö­rung gewor­den, bei der Vermei­de­ver­hal­ten und Sprech­ängste im Tages­ab­lauf eines Stot­tern­den domi­nie­ren. Je nach Häufig­keit der Stot­ter­er­eig­nisse und in Abspra­che mit dem Pati­en­ten wird mit dem symptom­ori­en­tier­ten Ansatz IMS (Inten­siv­Mo­di­fi­ka­tion Stot­tern, nach Hart­mut Zück­ner, Aachen) oder einem Fluency-Shaping-Ansatz in der Modi­fi­ka­tion (nach Holger Prüss, Bonn) gear­bei­tet

Zusatzangebote unserer Praxis

Stimmtraining

Für wen ist Stimm­trai­ning sinn­voll?

  • Berufs­spre­cher
  • Dozen­ten, Trai­ner
  • Rich­ter, Staats­an­wälte, Anwälte
  • Pädago­gen, Erzie­her, Pfar­rer, Schau­spie­ler, Sänger
  • Verkäu­fer, Vertre­ter
  • Ange­hö­rige der Medi­en­be­rufe, Poli­ti­ker
  • Unter­neh­mer, Führungs­kräfte, Mana­ger
  • und Menschen, die
    • stress­frei, entspannt und erfolg­reich spre­chen möch­ten
    • eine klare ausdrucks­starke und belast­bare Stimme anstre­ben
    • authen­tisch und über­zeu­gend sein wollen

Sie können Einzel­stun­den für sich buchen,
oder sich als Gruppe von maxi­mal 5 Perso­nen zum Stimm­trai­ning anmel­den, 
gerne komme ich auch in Ihr Unter­neh­men.

Vorweg 2 Stimm-Tipps

  • vor großer Sprech­an­stren­gung Stimme “aufwär­men” mit Summ­übun­gen
  • bei Heiser­keit nicht flüs­tern, sondern Stimm­ruhe

Haben Sie noch Fragen? Kontak­tie­ren Sie mich: Margret Volz

NF!T = Neurofunktionstherapie (NF!T nach Elke Rogge) Mund, Augen, Hände und Körper<br />
Bei folgen­den Proble­men findet die NF!T Anwen­dung:
  • Lutsch­ge­wohn­hei­ten (Schnul­ler, Finger/Daumen, Nuckel)
  • Lutsch­of­fe­ner Biss
  • Zähne­knir­schen
  • Arti­ku­la­ti­ons­stö­run­gen (Fehl­bil­dun­gen der Zisch­laute wie s und sch)
  • unkon­trol­lier­ter Spei­chel­fluss (sabbern)
  • Abbau des zu star­ken Würg­re­fle­xes (z.B. beim Zahn­arzt)
  • Myofunk­tio­nelle Störun­gen (infan­ti­les Schluck­mus­ter) im Rahmen einer kiefer­or­tho­pä­di­schen Behand­lung
LAX VOX® Therapie
  • Stimmthe­ra­pie für alle Stim­men: Sänger, Schau­spie­ler, Lehr­kräfte, Kinder
  • Stimm­übung zur Pflege, Heilung und Schu­lung der Stimme
Weitere Infor­ma­tio­nen zur LAX VOX® Thera­pie finden Sie hier LAX VOX®.
Cochlea Implantat (CI)

Ein Coch­lea-Implan­tat (elek­tro­ni­sche Hörpro­these) kann bei ein- oder beid­sei­ti­ger Taub­heit die Funk­tion des ausge­fal­le­nen Innen­ohrs über­neh­men. In unse­rer Praxis begin­nen wir ca. 4–6 Wochen nach OP und erfolg­ter Erstan­pas­sung. Wir arbei­ten fach­über­grei­fend mit HNO- Klini­ken zusam­men.

Mit einem Coch­lea-Implan­tat versorgte Kinder lernen in der Thera­pie sich auf verän­derte Klänge einzu­stel­len, diese rich­tig einzu­schät­zen und zu bewer­ten. Ziel unse­rer Behand­lung ist es, die Kinder in ihrer Hör- und Sprach­ent­wick­lung zu fördern.
Zudem werden Eltern in der Unter­stüt­zung ihre Kinder ange­lei­tet.

Erwach­sene Pati­en­ten müssen das Hören völlig neu erler­nen. Denn das Hören mit einem Coch­lea-Implan­tat unter­schei­det
sich stark vom Hören eines Guthö­ren­den oder dem Hören mit einem Hörge­rät. Das CI erzeugt neue, bisher nicht gekannte
oder schon lange nicht mehr wahr­ge­nom­mene Hörein­drü­cke, die verar­bei­tet und rich­tig zuge­ord­net werden müssen.
Dieser kogni­tive Vorgang muss durch inten­si­ves Trai­ning geschult werden; das Gehirn muss das Hören neu “lernen”.

Durch die regel­mä­ßige ambu­lante Förde­rung unter­stüt­zen wir die Hörent­wick­lung bei Pati­en­ten jeden Alters.

Komplexleistung Frühförderung: Kooperation mit Frühförderstelle Rottweil

Die „Komplex­leis­tung Früh­för­de­rung“ ist eine umfas­sende Art der Förde­rung. Sie ist sowohl für Kinder mit Entwick­lungs­auf­fäl­lig­kei­ten als auch für Kinder mit Behin­de­run­gen bestimmt.

Da eine Behin­de­rung, Entwick­lungs­auf­fäl­lig­keit oder ‑beson­der­heit viel­fäl­tige Ursa­chen haben kann, ist es wich­tig, das Kind und seine Fami­lie ganz­heit­lich zu betrach­ten. Nur so können wir ihnen in allen Berei­chen die Hilfe geben, die sie auch wirk­lich brau­chen.
Die Komplex­leis­tung besteht daher immer aus einer Kombi­na­tion von heil­päd­ago­gisch-psycho­lo­gi­schen mit kinder­ärzt­li­chen und medi­zi­nisch-thera­peu­ti­schen Maßnah­men.

Sie beginnt mit einer inter­dis­zi­pli­nä­ren Diagnos­tik. Auf Veran­las­sung des behan­deln­den Kinder­arz­tes finden in unse­rer Einrich­tung eine medi­zi­ni­sche und eine entwick­lungs­psy­cho­lo­gi­sche Unter­su­chung statt. Bei Bedarf werden auch hier schon andere Fach­grup­pen (z. B. Logo­pä­die oder Physio­the­ra­pie) hinzu­ge­zo­gen.

Alle Thera­pie­ziele und die dazu notwen­di­gen Maßnah­men werden nach der ausführ­li­chen Diagnos­tik und einem fach­li­chen Austausch zwischen den betei­lig­ten Kolle­gen in einem Förder- und Behand­lungs­plan fest­ge­hal­ten.

Dieser maßge­schnei­derte Behand­lungs­plan enthält eine heil­päd­ago­gi­sche Förde­rung kombi­niert mit Physio­the­ra­pie, Ergo­the­ra­pie oder Logo­pä­die – je nach Notwen­dig­keit. Auch eine Kombi­na­tion mehre­rer medi­zi­nisch-thera­peu­ti­scher Behand­lungs­for­men ist neben der heil­päd­ago­gi­schen Förde­rung möglich.

Wenn die Eltern einver­stan­den sind, ist dieser Plan die Grund­lage für den Ablauf der Thera­pie. Ände­run­gen, die sich aus dem Verlauf der Thera­pie erge­ben, sind dabei natür­lich möglich.

Die Förde­rung dauert in der Regel ein Jahr. Wenn es notwen­dig ist, können wir jedoch eine Verlän­ge­rung bean­tra­gen.

Komplex­leis­tung Früh­för­de­rung ist vom Gesetz­ge­ber als Leis­tung defi­niert, die für Kinder ab dem Säug­lings­al­ter bis längs­tens zur Einschu­lung erbracht werden kann. Unsere Einrich­tung kann nur Kinder aus dem Kölner Stadt­ge­biet behan­deln.

Für diese Kinder kommt eine Förde­rung und Behand­lung in Form von Komplex­leis­tung Früh­för­de­rung grund­sätz­lich in Frage: 

  • körper- und mehr­fach­be­hin­derte Kinder

  • Kinder mit Verhal­tens­be­son­der­hei­ten und Lern- und Leis­tungs­stö­run­gen

  • Kinder mit Regu­la­ti­ons- und Bindungs­stö­run­gen

  • entwick­lungs­ge­fähr­dete Kinder aus sozial benach­tei­lig­ten Fami­lien

  • geis­tig behin­derte und autis­ti­sche Kinder

  • Säug­linge und Früh­ge­bo­rene mit Entwick­lungs­ri­si­ken
Sprachreich© ErzieherInnenfortbildung

Sprach­reich© wurde vom Bundes­ver­band für Logo­pä­die (dbl) entwi­ckelt. Dabei handelt es sich um die logo­pä­disch orien­tierte Sprach­för­de­rung im Kindergarten‑Alltag.

Die alltags­taug­li­che Umset­zung des Konzepts zeich­net sich beson­ders durch ihre flexi­ble Einsatz­fä­hig­keit aus. Die in der Fort­bil­dung erlern­ten Prin­zi­pien der Sprach­för­de­rung sind über­all und jeder­zeit einsetz­bar, da sie nicht an Räum­lich­kei­ten, Zeiten oder bestimmte Mate­ria­lien gebun­den sind. Das macht sie insbe­son­dere für den Einsatz in Kinder­ta­ges­stät­ten inter­es­sant. Alle Kinder von Null bis sechs Jahren profi­tie­ren von dieser “sprach­rei­chen” Atmo­sphäre, egal ob es sich um Kinder mit Deutsch als Mutter­spra­che oder Zweit­spra­che handelt.

Sprach­reich© ist kein Übungs­pro­gramm, sondern ein Konzept, welches sich unter­stüt­zend auf einen kommu­ni­ka­ti­ven Alltag auswirkt!

Um Kinder in ihrem Kinder­gar­ten­all­tag opti­mal und lang­fris­tig sprach­lich fördern zu können, spie­len die Erzie­he­rin­nen eine entschei­dende Rolle. Damit Sprach­reich© im Kinder­gar­ten­all­tag Einzug erhält, ist es hilf­reich die Kompe­ten­zen der Erzie­he­rin­nen im Hinblick auf folgende Aspekte zu stär­ken:

  • Das Wissen über den Verlauf der kind­li­chen Sprach­ent­wick­lung
  • Den Einsatz sprach­för­dern­der Verhal­tens­wei­sen im KiTa-Alltag
  • Die Refle­xi­ons­fä­hig­keit des eige­nen Verhal­tens
  • Die Einschät­zung der kind­li­chen Sprach­ent­wick­lung
  • Die Bera­tung von Eltern bezüg­lich der Sprach­ent­wick­lung ihrer Kinder

Unsere Praxis bietet Ihnen eine kunden­ori­en­tierte Sprachreich©‑Erzieherinnenfortbildung durch eine zerti­fi­zierte Sprachreich©‑Trainerin an. Sie entschei­den dabei, in welchem Umfang die Fort­bil­dung gestal­tet wird und welche Inhalte dabei thema­ti­siert werden sollen. Sie können dafür aus folgen­den Themen­bau­stei­nen auswäh­len (Zerti­fi­kat):

  • Basis­wis­sen I: Sprach­ent­wick­lung und Sprach­för­de­rung bei einspra­chi­gen Kindern – Mutter­spra­che Deutsch (Grund­la­gen, Sprach­ent­wick­lung, Rolle der Erzie­he­rin­nen, Entwick­lung einschät­zen, Förde­rung)
  • Basis­wis­sen II: Sprach­ent­wick­lung und Sprach­för­de­rung bei Mehr­spra­chi­gen Kindern (Grund­la­gen, Sprach­ent­wick­lung bei mehr­spra­chi­gen Kindern, Rolle der Erzie­he­rin­nen, Entwick­lung einschät­zen, Förde­rung)
  • Ergän­zungs­wis­sen: Sprach­stö­run­gen

Wir würden uns freuen, Sie und ihren Kinder­gar­ten ein wenig “sprach­rei­cher” machen zu dürfen.

Spre­chen Sie uns an, wir bera­ten Sie gern!

 

Weitere Infor­ma­tio­nen finden Sie auf der Seite des Deut­schen Bundes­ver­bands für Logo­pä­die e.V.